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Kriegsschiff

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Kriegsschiff Artikel

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Die Brandenburg-Klasse. Technik - Geschichte - Einsätze Die Brandenburg-Klasse Das Buch 'Die Brandenburg-Klasse' von Dirk Nottelmann gehört zu besten Veröffentlichungen über Schiffe der deutschen Marinen, die ich je gelesen habe, und das waren einige. Hier findet sich eine Informationsfülle und ein Detailreichtum, der wirklich außergewöhnlich und in kaum einem anderen Werk zu finden ist. Dirk Nottelmann...

Begriff Kriegsschiff

Der Begriff Kriegsschiff wird in Artikel 29 des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1982 rechtsverbindlich wie folgt definiert:

"Definition der Kriegsschiffe

Im Sinne dieses Übereinkommens bedeutet Â»Kriegsschiff« ein zu den Streitkräften eines Staates gehörendes Schiff, das die äußeren Kennzeichen eines solchen Schiffes seiner Staatszugehörigkeit trägt; es muß unter dem Befehl eines Offiziers stehen, der sich in dem Dienst des jeweiligen Staates befindet und dessen Name in der entsprechenden Rangliste der Streitkräfte oder in einer gleichwertigen Liste enthalten ist; die Besatzung muß den Regeln der militärischen Disziplin unterliegen."

Der Status Kriegsschiff ist nicht abhängig von der Bewaffnung und Technik eines Schiffes. Das unbewaffnete Segelschulschiff Gorch Fock der Deutschen Marine ist zu dem Beispiel ein Kriegsschiff; die in der Vergangenheit sogar mit leichter Artillerie bewaffneten Patrouillenboote des Bundesgrenzschutzes sind hingegen keine Kriegsschiffe, da ihre Besatzung nicht aus Soldaten sondern aus Polizisten besteht. Im Laufe der Geschichte und insbesondere in dem 20. Jahrhundert hat sich eine große Vielfalt von Kriegsschiffstypen gebildet. Überwasserkampfschiffe zeichnen sich zu dem Beispiel meist durch schlanke Rümpfe, hohe Geschwindigkeit, kleine Zuladung und starke Bewaffnung aus. Daneben gibt es so verschiedenartige Typen wie Flugzeugträger, Minensuchboote, Landungsschiffe , Versorgungsschiffe und Uboote.

Buch-Tipp: Die Schicksalsfahrt der Bismarck. Sieg und Untergang. Tatsachenbericht Die Bismarck Ich habe dieses Buch gelesen und ich muss sagen das sehr gut geschrieben ist. Es gibt einen schoenen Einblickins Leben auf der Bismarck bis zum grossen Gefecht wo das Ruder der Bismarck durch einen Zufalls Treffer zerstoert wird. Ueber den ungluecklichen Untergang usw. Ich kann es jedem weiter empfehlen der sich fuer wenig geld...

Hilfsschiffe

Neben den Kriegsschiffen verfügen viele Marinen über zivil besetzte Hilfsschiffe, die zu dem Teil auch leichte Waffen zur Selbstverteidigung führen. Sie haben nicht den oben definierten Status sondern den eines Staatsschiffs . In der Deutschen Marine gibt es zu dem Beispiel Tanker, die zwar zivil besetzt sind, durchaus aber mit Kriegsschiffen zusammen eingesetzt werden. Auch die US Navy und die britische Royal Navy verfügen über eine größere Zahl derartiger Fahrzeuge. Militärisch besetzte Unterstützungsfahrzeuge wie z.B. die Versorger der Berlin-Klasse werden zwar bisweilen als Hilfsschiffe genannt sind vom Status her aber Kriegsschiffe.

Buch-Tipp: Die U-Boot-Fahrer / U-Boot-Krieg / Zu Tode gesiegt. 3 Bände Pessimistisch, real, aus erster Hand. . . Ich hatte mir diese Bücher schon vor Jahren jeweils als Einzelstücke gekauft. Da sie jedoch mittlerweile etwas aus dem Leim gehen habe ich sie für diesen günstigen Preis nocheimal besorgt. Daher weise ich hier mal darauf hin, daß die Bücher leicht am Einband beschädigt werden könnnen, man sie also...

Antike

Die ersten typischen Kriegsschiffe wurden von den Griechen, Persern und Phöniziern gebaut. Es waren Langschiffe, die später zu Galeeren mit Rammsporn weiterentwickelt wurden.

Um 250 v. Chr. besaßen die Karthager die größte und kampfkräftigste Flotte von Kriegsschiffen in dem Mittelmeer mit bis zu fünf Reihen von Riemen übereinander Quinquiremen. Dies änderte sich in dem Ersten Punischen Krieg, als die Römer eine gestrandete karthagische Galeere nachbauten. Die Römer fügten der karthagischen Konstruktion den Corvus, eine Enterbrücke, hinzu und bemannten die Schiffe mit Fußsoldaten. Auf diese Weise entstand die erste Marineinfanterie. Durch diesen Vorteil beim Entern übernahmen die Römer die Seeherrschaft in dem Mittelmeer.

Buch-Tipp: Die britischen Schlachtschiffe des Zweiten Weltkrieges Faszinierend ý aber ca. für Marinefans Ein hervorragendes Werk in Neuauflage. Das Standardwerk des britischen Autorenteams Raven/Roberts gehört in das Regal eines jeden Liebhabers der großen historischen Kriegsschiffe. Die Geschichte des britischen Schlachtschiffbaus wird hier anhand der Schiffe behandelt, die (noch) in dem WK2 teilgenommen haben. ...

Wikinger

In Nordeuropa wurde der Typ des Wikingerlangschiffes entwickelt, das besonders schnell und für Raubzüge geeignet war. Es war die waffentechnische Basis für die Wikingerreiche in Russland, der Normandie, Sizilien und Großbritannien.

Buch-Tipp: Enzyklopädie deutscher U-Boote. von 1904 bis zur Gegenwart Everything you ever wanted to know about the German U-Boat. The 373 U-boats which saw service in WW1 accounted for 6,394 merchant ships with a combined tonnage of over 11 million tonnes. In addition they sank 100 enemy warships - including 10 Battleships. By comparison, the 1,169 U-Boats operating during WW2 sank 2,840 merchant ships with a combined...

China

In China wurden stets größere Dschunken als Kriegsschiffe gebaut. Der Höhepunkt dieser Entwicklung lag in der Ming-Dynastie um 1405 bis 1430, als China mit mehr als 400 Schiffen, die zu dem größten Teil in Nanking (Nanjing) gebaut wurden, die größte Kriegsflotte der damaligen Welt hatte. Maßgeblich war dafür der chinesische Admiral Ma San Bao, auch Cheng Ho genannt, der zur Bekämpfung von Piraten und zur Sicherstellung der Vormacht Chinas Reisen nach Südostasien, Indien, Afrika und in den Pazifik unternahm. Größter Schiffstyp waren die sog. Schatzschiffe, die bis zu 9 Masten hatten und über 150 Meter lang und 50 Meter breit waren. Sie blieben bis zu dem 19. Jahrhundert die größten Schiffe der Welt.

Buch-Tipp: Große Kreuzer der Kaiserlichen Marine 1906 - 1918. Konstruktionen und Entwürfe im Zeichen des Tirpitz-Planes Sehr informativ ist dieses Buch. Es behandelt die Baugeschichte der letzten großen Kreuzer und Plannungen der kaiserlichen Marine ab S. M. S. Blücher. Es wird auf die verschiedenen Projektierungen und Auslegungen und auf die Probleme in dem Rahmen des Flottengesetzes und der Finanzierungs- und Typen-Frage eingegangen. Die verschieden Skizzen und...

Hanse

Zur Hansezeit bestanden die Kriegsflotten in dem nördlichen Europa hauptsächlich aus stärker bewaffneten Hansekoggen und Kraweelen, die sich in dem Bau kaum von Handelsschiffen unterschieden.

Buch-Tipp: Im Sog der Tiefe Eines der besten Bücher. . . . . . das ich je gelesen habe. Es liest sich wie ein spannender Krimi und fasziniert doch auch durch einen tragischen geschichtlichen Hintergrund. Stets mehr lässt es den Leser an den dramatischen Ereignissen bei der Aufklärung über die Idendität des U-Bootes teilhaben und macht am Ende betroffen über das traurige...

15. und 16. Jahrhundert

Dies änderte sich in dem 15. und 16. Jahrhundert, als Feuerwaffen stets stärker die Kriegsführung bestimmten. In dem Mittelmeer entstand aus den Galeeren die Galeasse. Die Portugiesen und Spanier entwickelten den Schiffstyp der Kogge und der Kraweel zu Karavellen und Karacken weiter. Die Spanische Armada wurde zur größten Flotte der damaligen Welt. Als reines Segelschiff wurde die Galeone entwickelt, die sowohl als Handels- als auch (in schlankerer Form) als Kriegsschiff eingesetzt wurde. Ein Beispiel dafür ist die Golden Hind von Sir Francis Drake.

Die Segelschiffe dominierten nun den Kriegsschiffbau, das Linienschiff mit schlankerem Rumpf als die Handelsschiffe dominierte ab dem 17. Jahrhundert die Meere. Vorbild für die ersten Linienschiffe war die Henri Grâce á Dieu , die 1547 21 Kanonen bei 1 Tausend Tonnen Wasserverdrängung aufwies. Die Schiffsgeschütze, die zunächst auf Deck waren und Kugeln aus Stein oder Eisen verschossen, wurden in besonderen Waffendecks hinter Stückpforten untergebracht. Dadurch wurde der Schwerpunkt nach unten verlagert und es konnten mehr Kanonen transportiert werden, ohne die Kentergefahr zu steigern. Bevorzugte Kampftechnik wurde nun die Breitseite, bei der aus allen Rohren einer Seite geschossen wurde. Motor dieser Entwicklung war John Hawkins, der unter Drake Kapitän war und 1578 in die Admiralität kam. Sein Absicht waren schnelle Schiffe mit guten Segel Merkmale und starker Bewaffnung. Mit diesen Schiffen, der Änderung der Taktik (und einem kräftigen Sturm) besiegte und vernichtete die Englische Flotte die Spanische Armada 1588.

Buch-Tipp: Jäger - Gejagte. Deutsche U-Boote 1939-1945 Tolle Detailberichte über div. Feindfahrten "Jäger- Gejagte" ist ein tolles Buch mit Detailberichten über div. Feindfahrten einzelner U-Boote. Nebenbei wird stets die aktuelle Kriegslage erörtert, damit man sich auch umfassendes Bild der damaligen Zeit machen kann. Einige Bilder sind abgedruckt, sowie Auszüge aus dem "Handbuch für U-Boot Kommandanten"...

17. Jahrhundert

Die Prince Royal , gebaut 1610, war das erste Schiff mit drei Geschützreihen und für längere Zeit das größte Kriegsschiff der Welt. Die HMS Naseby , 1660 umbenannt in HMS Royal Charles , wurde zu dem Prototyp des Kriegsschiffes für die nächsten 150 Jahre. Sie hatte 1230 Tonnen Wasserverdrängung, 80 Kanonen und 600 Mann Besatzung bei einer Länge von 53 m und einer Breite von 14 m. Neben die größeren Linienschiffe trat bald die Fregatte als kleineres, aber besonders schnelles Segelkriegsschiff mit ungefähr 20-40 Kanonen.

Buch-Tipp: Jäger im Weltmeer. Reportage aus dem U-Bootkrieg Nazipropaganda? - Nicht mit Buchheim Es ist schon erstaunlich, dass Buchheim-Gegner dem Autor Kriegsverherrlichung und Nazipropaganda vorwerfen. Es gibt kaum einen anderen Autor, der die damaligen Ereignisse kritischer hinterfragt. Selbst Jäger der Weltmeere, obwohl in der Kriegszeit entstanden, ist ein Tatsachenbericht über den "Alltag" in dem Leben...

18. Jahrhundert

Kriegsschiff Beschreibung
Kriegsschiff Beschreibung
Batteriedeck um 1700 (Nachbau in dem Deutschen Museum)

Im Verlauf des 18. Jahrhunderts wurden die Rümpfe noch schmaler und eleganter, Fregatten und Linienschiffe näherten sich der Bauweise der Klipper an. Berühmte Schiffe aus dieser Zeit sind:

  • die HMS Victory, das Flaggschiff von Lord Nelson in der Schlacht bei Trafalgar. Sie wurde am 23.07 1759 auf Kiel gelegt, aber erst 1776 in Dienst gestellt. Ab 1778 diente sie verschiedenen Admirälen als Flaggschiff und ist heute das älteste noch in Dienst befindliche Kriegsschiff. Die Länge beträgt 69 m, die größte Breite 15,7 m, die Wasserverdrängung 3556 Tonnen. Sie trägt 114 Kanonen und erreichte eine Spitzengeschwindigkeit von 11 Knoten.
  • die USS Constellation , die 1797 als erstes Schiff in dem Auftrag der US Navy gebaut wurde. Sie vereinigte die Feuerkraft einer Standard-Fregatte dieser Zeit mit der Geschwindigkeit eines Baltimore-Klippers. Die Wasserverdrängung beträgt 1278 Tonnen, die Länge 55 m, die Breite 13 m. Bewaffnet war sie mit 36 Kanonen. Die Geschwindigkeit betrug 14 Knoten, so dass sie den Spitznamen Yankee Racehorse (Yankee-Rennpferd) bekam.
Buch-Tipp: Letzte Chance: U-112. Spannend bis zu dem bitteren Ende!!! Erik Maasch versteht es auch in diesem Buch wieder die Leser in die packenden Abenteuer von U-112 zu führen. Da ich sowieso ein großer U-Boot Fan bin habe ich auch dieses Buch von E. Maasch in wenigen Tagen ausgelesen.

19. Jahrhundert

Mit der industriellen Revolution in dem 19. Jahrhundert gab es einen Entwicklungsschub, der eine ganze Reihe von Erfindungen hervorbrachte: die Dampfmaschine, der Schaufelradantrieb, die Schiffsschraube, die Einführung von Granaten und Panzerung. Die Granaten waren zur Zeit der napoleonischen Kriege noch nicht ganz ausgereift, wirkten jedoch nach Beseitigung ihrer Probleme (ab ungefähr 1830) verheerend gegen ungepanzerte Holzschiffe.

Zunächst wurden darum die Holzschiffe mit Stahlplatten gepanzert. Dampfkriegsschiffe wurden zunächst als Raddampfer, in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts zunehmend als Schraubendampfer gebaut, der Dampfantrieb ermöglichte eine höhere Geschwindigkeit und Manövrierbarkeit.

Nach dem Krimkrieg wurden zwei revolutionäre Schiffe gebaut, die auf einen Schlag alle anderen Schiffe wertlos machten:

  • die französische Gloire 1858 und die Ihr überlegene
  • englische HMS Warrior 1859. Mit 15 Knoten Geschwindigkeit schneller, mit 114 mm Stahl auf Teakholz stärker gepanzert und mit 40 schwersten Geschützen war sie stärker bewaffnet als jedes andere Schiff. Ihre eigenen Geschütze konnten die Panzerung auf 360 Meter nicht mehr durchschlagen.

Aufgrund dieser Überlegenheit der Panzerung wurde die Taktik des Rammens für kurze Zeit populär. (Seeschlacht von Lissa 1866)

Drehbare Geschütztürme wurden zuerst an kleinen Küstenkriegschiffen (Monitor), ab ungefähr 1870 auch auf großen Kriegsschiffen eingesetzt, als die Masten und Segel, die für globalen Einsatz der Kriegschiffe noch benötigt wurden, verschwanden, so dass es gegen Ende des 19. Jahrhunderts praktisch ca. noch Dampfschiffe gab. Aus dem Segelschiffsbau wurden jedoch viele Nennungen für Schiffsklassen übernommen, so die Fregatte und Korvette. Als neuer Typ entstand der Panzerkreuzer, der in dem 20. Jahrhundert zu dem Schlachtschiff weiterentwickelt wurde.

Die gezogenen Hinterlader kamen auf See erst relativ spät in Gebrauch, da die Vorteile (bessere Absichtgenauigkeit) bei den kleinen Kampfentfernungen auf See von den Nachteilen (kleineres Kaliber, unzuverlässige Verschlüsse, Rohrkrepierer) aufgewogen wurden, dann aber konnten zwischen 1880 und 1890 große Kaliber mit langen Rohren und panzerbrechenden Langgeschossen die Panzerungen überwinden.

20. Jahrhundert

Nach der Seeschlacht bei Tsushima 1905 wurden die gewonnenen Erfahrungen konsequent umgesetzt: Eine wirkungsvolle Feuerleitung konnte ca. durch Vereinheitlichung der Kaliber, eine große Schußentfernung ca. durch großkalibrige Geschütze erreicht werden. Es entstand innerhalb eines Jahres die

  • HMS Dreadnought, die mit 10 30,4 cm-Geschützen ausgerüstet war, in jede beliebige Richtung mindestens 6 davon einsetzen und jeweils zweimal pro Minute abfeuern konnte. Wie die Warrior war auch dieses Schiff allen anderen bisherigen weit überlegen, aus dem Linienschiff auch Pre-Dreadnought wurde der Dreadnought, auch als Schlachtschiff genannt.

Bei der Skagerrakschlacht wurde das Gefecht auf über 10 Tausend Metern Entfernung ausgetragen, was mit den bisherigen Schiffs- und Geschütztypen undenkbar war. Die Skagerrakschlacht blieb auch die letzte der mit Schlachtschiffen ausgetragene Seeschlacht.

Nach dem 1. Weltkrieg erlaubte der Versailler Vertrag der deutsche Kriegsmarine ca. einen eingeschränkten Ersatz der wenigen verbliebenen Schlachtschiffe (diese wurden unter dem alten Begriff Linienschiff geführt). Die taktische Entwicklung ging in den 20er und 30er Jahren (gezwungerner Maßen) in Deutschland von der schweren Schlachtflotte weg, hin zu Kreuzern. Ein besonderer Meilenstein ist die Entwicklung des sogenannten "Pocket-Battleship" (Panzerschiff), deren erster Prototyp das Panzerschiff Deutschland war. Hier wurden die Merkmale von hoher Geschwindigkeit, schwerer Bewaffnung und großer Reichweite miteinander vereinigt. Dies erfolgte durch die erstmalige Verwendung von Dieselmotoren und eine (im direkten Vergleich) massive Gewichtsreduzierung. Das strategische Konzept dahinter wurde als "Kreuzerkrieg in Übersee" genannt. Die Idee kennzeichnet sich im Satz: "Schneller als schwerer Bewaffnete und schwerer Bewaffnet als Schnellere!" Sowohl die "Deutschland"(später zu dem Schweren Kreuzer "Lützow" umklassifiziert) als auch ihre Schwesterschiffe "Admiral Scheer" und "Admiral Graf Spee" führten diesen Kreuzerkrieg in dem 2. Weltkrieg anfangs sehr erfolgreich, desgleichen die ursprünglich auch als Panzerschiffe begonnenen, später zu Schlachtschiffen umkonstruierten "Scharnhorst" und "Gneisenau".

Parallel zur Entwicklung der Schlachtschiffe wurden die U-Boote entwickelt, insbesondere in Deutschland. Typische Waffe der U-Boote war und ist der Torpedo. Damit waren diese Schiffe in dem Ersten Weltkrieg in der Lage, weitgehend unerkannt andere Schiffe anzugreifen und zu versenken.

Außerdem entstanden die Torpedoboote, kleine, schnelle Boote, deren Hauptwaffe ebenfalls der Torpedo war, und die gegen die Schlachtschiffflotten eingesetzt wurden. Zur Abwehr gegen die Torpedoboote entstand der Torpedoboot-Zerstörer, später kurz Zerstörer genannt.

Zweiter Weltkrieg

Hiermit war die Entwicklung des Schlachtschiffes praktisch beendet, denn die Schlachtschiffe des Zweiten Weltkrieges, wie z. B. das Schlachtschiff Bismarck, hatten aufgrund ihrer Größe zusätzlich zu der unveränderten Hauptbewaffnung eine Mittelartillerie von kleineren Geschützen und Flugabwehrkanonen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die militärische Wirksamkeit der U-Boote zunehmend durch die Überwachung mit Flugzeugen und Radar, sowie die Abwehrmaßnahmen von Zerstörern neutralisiert. Heute dienen U-Boote in erster Linie als selbständig operierende Raketenabschussbasen. Durch Kernreaktoren erhielten große U-Boote ab Mitte des 20. Jahrhunderts die Fähigkeit, sehr lange ohne Kontakt zu Stützpunkten auf See zu operieren.

Als weitere Entwicklung ist der Flugzeugträger zu bezeichnen, deren Entwicklung in dem Ersten Weltkrieg begann und in dem Zweiten Weltkrieg forciert wurde. Zu dieser Schiffsgattung gehören die größten Kriegsschiffe, bis zu 350 m Länge. Sie ermöglichen den Einsatz von Bombern und 742fbca5ed6844e5ff83f2ff00739 Tausend weit entfernt von landgestützten Basen und spielten in dem Zweiten Weltkrieg (Pazifik) und den Golfkriegen eine wichtige Rolle.

Heute

Heute sind in erster Linie Zerstörer, Fregatten und Korvetten in dem Einsatz, die häufig mit Lenkwaffen ausgerüstet sind und so - ähnlich wie U-Boote - als mobile Abschussbasen dienen können. Für den Küstenschutz sind leicht bewaffnete aus Holz gebaute Minensucher in dem Einsatz, sowie Schnellboote, die es ermöglichen unerlaubt eindringende Schiffe frühzeitig abzufangen. Seit dem Zweiten Weltkrieg spielen auch amphibische Kriegsschiffe eine große Rolle. Dazu gehören große Landungsschiffe , die meist mit Hubschraubern und zu dem Teil mit einem Dockraum ausgestattet sind. Kleine, sehr flachgehende Landungsboote können Mannschaften, Fahrzeuge und Material an das Ufer bringen. Diese Boote sind meist ca. klein bewaffnet.

Siehe auch

Seeschlacht Römische Marine Liste von Kriegsschiffen Liste von Schiffstypen Geschichte der Flugzeugträger Kaperfahrt Kriegsführung Deutsche Marine Deutsche Kriegsschiffe nach 1945


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